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Markdorf-Eisweiher



Sachstand nach Projektabschluss

Entbuschungen fördern das Habitat der Helmazurjungfer, die 2007 durch Dipl.Biol. W. Löderbusch im Gebiet nachgewiesen wurde. Bild: W. Löderbusch
Neu geschaffene Grabenaufweitungen werten den Lebensraum des Weißstorches auf. Bild: F. Beer
Durch das Zurückdrängen der verbuschten Bereiche werden neue Freiflächen geschaffen, die in den kommenden Jahren von den gehölzfressenden Heckrinder offen gehalten werden. Bild: F. Beer


Die Anlage von Klein- und Kleinstgewässern schafft vielfältige Lebensräume, die zur Gesamtökologie des Feuchtgebietes „Eisweiher“ einen wichtigen Beitrag liefern. Bilder: F. Beer


Einzäunung eines Beweidungsgebiets

 

Die Längsmontage des Zaunes über zwei Kilometer erfolgte durch Mitarbeiter des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Ortsverband Markdorf, in ehrenamtlicher Arbeit. Der Zaunverlauf war zuvor mit dem Landratsamt Bodenseekreis abgestimmt worden.

 

"Erwerb 3 Stück Heckrinder" heißt das Teilprojekt 65 unseres Interreg-Projekts in Behördensprache.

 

Die Rinder kamen am 5. März 2008 an. Verkäufer war der Zuchtbetrieb Helmut Gradl, Postbaur-Heng, Neumarkt, Bayern. Die Tiere gewöhnten sich rasch ein. Die Fraßtätigkeit in einem zu pflegenden Feuchtgebiet entspricht den Erwartungen. Der betreuende Landwirt hält die Tiere handzahm. Dennoch wird das Weideareal von der Bevölkerung respektiert, so dass innerhalb der Fläche die Störche in Ruhe nach Nahrung suchen können.

 

Ursprünglich war die Errichtung einer Beobachtungsplattform im Landschaftsschutzgebiet „Eisweiher“, Markdorf, vorgesehen. Dafür ergab sich eine für die Natur bessere Lösung: Der noch 2005 vorhandene Weg innerhalb des Landschaftsschutzgebiets wurde von der Stadt Markdorf erfreulicherweise an den Rand des Gebiets verlegt. Das beendete die permanenten Störungen im Gebiet und bietet heute sehr gute Beobachtungsmöglichkeiten von einem erhöhten Punkt aus.

 





Stand April 2007



Abschlussbericht des Projekts „Lebensraumverbesserungen im Naturschutzgebiet Eisweiher: Grabenaufweitungen, Wasserrückhalt, Flachtümpel, Entbuschungen“.

An insgesamt sechs Terminen wurden mit einem hohen personellem Aufwand die Entbuschung im Landschaftsschutzgebiet und Naturschutzgebiet „Eisweiher“ in Markdorf, Bodenseekreis, zurück gedrängt.

 

Der Arbeitsvorgang umfasste dabei folgende Tätigkeiten:

 

  • Abtrennen der starken Äste mit Hilfe von Motorsägen
  • Ziehen dieser Äste zu einem Lagerplatz
  • Zerkleinern des groben Astmaterials mit einer weiteren Motorsäge
  • Bzw. Zerkleinern mit Astscheren
  • Stapeln des Reisig zu Haufen
  • Optimierung der Haufenstruktur

 

Die Reisighaufen werden nicht verbrannt, sondern verbleiben als Biotopstruktur (z.B. nächtlicher Unterschlupf, Nestanlage).

 

Insgesamt wurden 162 Arbeitsstunden aufgewendet.

 

Am 2. Februar  2006: Einsatz eines Baggers zur 

 

  • Optimierung eines bestehenden Wehres zur Wasserrückhaltung
  • Ausbaggern von mehreren Flachtümpeln
  • Entfernung von Wurzelstöcken
  • Einplanierung im Bereich der ehemaligen Verbuschung

 

Am 20. Dezember 2006: Einsatz eines Baggers zur

 

  • Rodung von Gehölzen
  • Entfernung von Wurzelstöcken
  • Partielles Zuschütten von Entwässerungsgräben

 

Alle Arbeiten konnten im Sinne des Projektes vollständig abgeschlossen werden.





Stand: Juli 2006

Franz Beer vom BUND bei der Erläuterung des Interreg-Projekts. Foto: Rita Strieckmann.
Die Orchidee Weiße Sumpfwurz im Naturschutzgebiet Eisweiher. Foto: Rita Strieckmann.

Bei einer Begehung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erläuterte Franz Beer vom BUND das Interreg-Teilprojekt im Feuchtgebiet „Eisweiher“ in Markdorf, Bodenseekreis. Er zeigte an Hand von Luftaufnahmen den früheren Zustand des Geländes. Die Störche haben im Jahr 2006 drei Junge durchbekommen, die inzwischen beringt wurden.

 

Die Fachleute des BUND besprachen verschiedene Möglichkeiten der Landschaftspflege. Im botanisch interessanten Bereich blühten im Mai/Juni 2006 Breitblättriges Wollgras, Mücken- und Duftende Händelwurz,  Weiße Sumpfwurz, Fleischfarbenes Knabenkraut, Weiden-Alant und Heilziest.



Stand März 2006

Foto: Franz Beer
Foto: Franz Beer
Foto: Franz Beer
Foto: Franz Beer

Zu Beginn des Jahres 2006 organisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Rahmen unseres Interreg-Projekts eine groß angelegte Entbuschungsaktion in einem stark zugewachsenen Naturschutzgebiet. Ein Dutzend Leute zerkleinerten abgesägte Weidenäste und schichteten sie zu Reisighaufen. So entstanden nebenbei neue Kleinbiotope mit vielen Unterschlupfmöglichkeiten!

 

Ein Bagger entfernte die Wurzelstöcke der abgesägten Weidenbüsche - die Streuwiesenbereiche können sich wieder ausdehnen. Das bringt deutliche Verbesserungen in diesem Storchenlebensraum.



Vorhaben

Heckrinder helfen bei der Landschaftspflege - Foto: Franz Beer
Heckrinder helfen bei der Landschaftspflege - Foto: Franz Beer

Im ehemals versumpften Markdorfer Urstromtal sind nur Reste mit Feuchtgebietscharakter erhalten geblieben, die vom amtlichen Naturschutz, dem örtlichen Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und vom Maschinenring betreut werden.

 

Das wertvolle Feuchtgebiet „Eisweiher“ beherbergt seit einigen Jahren eine Storchenbrut und soll im Rahmen des Interreg Projektes weiter aufgewertet werden. Grabenaufweitungen und Verbesserungen der Wasserrückhaltungen werden neue Lebensräume hervor bringen.. Entbuschungen und anzulegende Flachtümpel bringen neuen Freiraum und Nahrungsflächen beispielsweise für Bekassinen. Eine sehr extensive Beweidung mit Heckrindern wird die Flächenpflege optimieren. Dazu ist sowohl ein Weidezaun wie die Beschaffung dreier Tiere notwendig.

 

Mit einer Beobachtungsplattform und zwei Infotafeln wird die Bevölkerung an das Gebiet, das im Naherholungsbereich liegt, herangeführt. Außerdem wird eine beispielhafte Dokumentation über die Nahrungsflächen der Markdorfer Störche erstellt.

 

 




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