INTERREG INTERREG INTERREG
 · 
 · 
 · 
 · 
Startseite
Übersichtskarte
Profil
Projekt-Aufgaben
Präsentation & Umweltbildung
Projektstruktur
Presse & Berichte
Projektgebiete
Hepbacher-Leimbacher Ried
Deggenhausertal
Rimpacher Moos
Pfullendorf
Bad Saulgau
Isny
Ravensburg
Hilzingen/Engen
Gottmadingen
Gailingen
Salem
Markdorf-Eisweiher
Schweizer Ried
Lauteracher Ried
Wolfurter Ried
Maientratt
Liechtenstein
Über Interreg
 


Maientratt





Informationen zur Planung, Juni 2006

Interreg-Projektpartner Reto Zingg berichtet:

Das Projektgebiet befindet sich in der meliorierten Ebene in der weiteren Nachbarschaft des Storchenhofes Kriessern. Es liegt nur etwa einen halben Kilometer vom Alpenrhein entfernt. Damit ist es Teil eines wichtigen Durchzugsgebietes von Störchen und anderen Wasservögeln.

 

Das neue, räumlich ausgedehnte Feuchtgebiet wird also auch als Rastplatz und Nahrungsraum für durchziehende Vögel bedeutsam werden. Neben der offenen Landschaft und der zur Verfügung stehenden Parzelle von beinahe drei Hektaren stellt der anmoorige Boden günstige Voraussetzungen für ein neues, extensiv zu bewirtschaftendes Feuchtgebiet dar. Das Potenzial ist für die Wieder- und Neubesiedelung auch durch bedrohte Tierarten vorhanden.

 

Sicher wird sich eine starke Wasserfroschpopulation entwickeln können. Auch die Ringelnatter und die Zauneidechse sind  zu erwarten. Von den Singvögeln könnten das Schwarzkehlchen, der Teich- und Sumpfrohrsänger, der Gelbspötter oder die Rohr- und Goldammer neue Brutreviere finden.

 

Weil die Rheinebene einen wichtigen Rastplatz für Limikolen (Watvögel) darstellt, sind an den neuen Kleingewässern zukünftig auch regelmässig mehrere durchziehende Watvogelarten zu erwarten. Dem Feldhasen, dem Iltis, dem Hermelin und weiteren Kleinsäugerarten wird das zukünftige Feuchtgebiet ebenfalls neuen Lebensraum bieten.

 

Weil der benachbarte Storchenhof mit seinem Netz von Naturlandflächen gleichsam einen Magnet für durchziehende und rastende Störche darstellt, und in der näheren und weiteren Umgebung mehrere Storchenpaare brüten, wird die betreffende Parzelle auch zu einem bedeutsamen, neuen Nahrungsgrund für Störche werden.

 

Die wichtigsten Massnahmen, die in unserem Konzept zur Schaffung von Storchenwiesen und -weiden entwickelt wurden, werden hier zur Anwendung kommen.

 

Diese sind:

 

  • Schaffung von extensiven Grünlandflächen
  • Anlegen von Seichtwasserflächen
  • Ausheben von Weihern
  • Anlegen von Kleinstrukturen wie Asthaufen, Brachen etc.


Vorhaben

Das Gebiet Maientratt (Gemeinde Oberriet) liegt im näheren Umgebungsbereich des Rheines. Der Landschaftsraum wird derzeit intensiv landwirtschaftlich genutzt. Es herrschen Ackerbau und Graswirtschaft vor. Typisch ist der weite offene Raum. Er besitzt eine mittlere Ausstattung an Feldgehölzen und Baumhecken. Daneben sind nur wenige Einzelbäume undökologische Ausgleichsflächen (Extensivwiesen) in den offenen Flächen eingestreut.

 

Die weite offene Fläche und die Nähe zur wichtigen Vogelzugachse Rhein machen diesen Standort ideal für eine ökologische Aufwertung. Diese bildet auch eine gute Ergänzung bisheriger Bemühungen in der Region und entspricht den Entwicklungsvorstellungen der vorhandenen konzeptionellen Grundlagen (Landschaftsentwicklungskonzept Rheintal, Studie nationale Prioritäten des ökologischen Ausgleichs). Zu dieser Fragestellung wurde ein Fachgutachten erstellt. Für die Aufwertung soll eine rund drei Hektare große, landwirtschaftliche Parzelle durch die Schweizerische Stiftung für Vogelschutzgebiete (SSVG) langfristig gepachtet und darauf eine so genannte Storchenwiese (Extensivwiese mit Feuchtflächen) erstellt werden.

 

Die Maßnahmen im Maientratt haben auch eine Bedeutung für die Öffentlichkeitsarbeit: Für die Öffentlichkeitsarbeit können bestehende Strukturen im Storchenhof in Kriessern genutzt werden. Dessen Förderverein unterstützt das vorliegende Projekt. Ideal erweist sich die unmittelbare Nähe des Projektes Maientratt zum Storchenhof. Hier sind Führungen zu Storchenhorsten und Informationsveranstaltungen möglich.

 




Zurück



 · 
 · 
 ·