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Störchen helfen

Der Weißstorch ist typisch für Wiesenlandschaften, der Schwarzstorch typisch für feuchte, urtümliche Waldlandschaften. Beide sind hervorragende Symboltiere für den Naturschutz und stehen stellvertretend für viele andere gefährdete Arten. Auf drei Wegen sorgen wir für den Schutz der Störche: Wir verbessern die Feuchtwiesen und Kleingewässer als Nahrungsgrundlage der Störche. Wir errichten Horstunterlagen und wir werben für die Störche, damit unsere Maßnahmen akzeptiert werden und möglichst viele Menschen beim Storchenschutz mitmachen.

 

Storchennest - Bild/Foto von Otto Hahn
Storchennest - Bild/Foto von Otto Hahn


Wiesen wieder vernässen

Feuchte Wiesen sind ein typisches, verbindendes Element der Kulturlandschaft zwischen Alpenrhein und Donau. Einheimische und Feriengäste erfreuen sich an den blühenden Orchideen oder an Störchen, die auf diesen Wiesen nach Nahrung suchen. Mit den Änderungen in der Landbewirtschaftung der letzten Jahrzehnte wurden viele Feuchtwiesen entwässert. Gemeinsam stellen Behörden, Verbände und die Europäische Union nun Mittel und Know-How bereit, um in Feuchtwiesen den Grundwasserstand wieder anzuheben. So bleibt dieser schöne und für den Naturschutz wichtige Landschaftstyp erhalten.

 

Wiese - Bild/Foto von Antje Schnellbächer-Bühler
Wiese - Bild/Foto von Antje Schnellbächer-Bühler


Mit Weidetieren pflegen

Auf einigen Feuchtwiesen am Bodensee helfen urtümliche Heckrinder seit ein paar Jahren bei der Landschaftspflege. Die Tiere sind ebenso leicht wie robust und vertragen das raue Gras feuchter Wiesen gut. Ihr Fleisch schmeckt hervorragend. Wir weiten im Rahmen unseres Projekts den Einsatz der Heckrinder und anderer Weidetiere aus. Im Rimpacher Moos (Kreis Ravensburg), im Hepbacher-Leimbacher Ried sowie im Landschaftsschutzgebiet Eisweiher (beide Gebiete in Markdorf, Bodenseekreis) werden wir Weidezäune errichten, für die Markdorfer Gebiete drei weitere Heckrinder beschaffen.

 

Weidetiere - Bild/Foto von Gerhard Thielke
Weidetiere - Bild/Foto von Gerhard Thielke


Von der Natur berichten

Für den Naturschutz begeistern, überregionales Heimatgefühl erzeugen, internationale Kontakte fördern. Das sind die Ziele unserer Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Auf spielerische Weise und mit modernen Medien bringen wir jungen Menschen die Feuchtwiesen, Störche und andere Wiesentiere nahe. Eine CD-ROM, ein Film, eine Broschüre und unsere Beratung helfen beim spannenden Unterricht. Grenzüberschreitende Exkursionen und eine Erlebnisschau in Dornbirn ergänzen das Programm. Mit einer Wander-Ausstellung, Beobachtungsplattformen und regelmäßigen Presseberichten sowie einer Internet-Seite informieren wir Entscheidungsträger und Öffentlichkeit.

 

Bild/Foto von SSVG
Bild/Foto von SSVG


Wiesen wiederherstellen

Viele artenreiche Wiesen sind gefährdet, weil sie zuwachsen. Die Entfernung von Gehölzen ist deshalb für die seltenen Arten feuchter Wiesen besonders wichtig. Im Hepbacher-Leimbacher Ried sowie im Deggenhausertal (Bodenseekreis) und im Rimpacher Moos (KreisRavensburg) entbuschen wir ehemalige Streuwiesen, in Bad Saulgau (Kreis Sigmaringen) eine Wässerwiese. Im Wolfurter und Lauteracher Ried (Vorarlberg) stellen wir den offenen Charakter der Riedlandschaft wieder her. Eine neue, drei Hektar große Storchenwiese wird im Gebiet Maientratt (Gemeinde Oberriet, Kanton St. Gallen) entstehen.

 

Bild/Foto von Otto Hahn
Bild/Foto von Otto Hahn


Gewässer anlegen und verbessern

Amphibien und andere Lebewesen der Kleingewässer sind die Lieblingsspeise vieler Wiesenvögel. Tümpel und feuchte Senken waren früher in Riedgebieten häufig, heute fehlen sie weitgehend. Daher werden wir Flachteiche/Flutmulden anlegen und kanalartige Abschnitte von Bächen und Gräben renaturieren. Mit regulierbaren kleinen Stauwehren erhöhen und sichern wir im Naturschutzgebiet Birken (Vorarlberg), im Hepbacher-Leimbacher Ried (Bodenseekreis) und im Rimpacher Moos (Kreis Ravensburg) den Grundwasserstand. Wir werten damit die Wiesen auf und schaffen neue Wasserflächen für Watvögel, Amphibien und Libellen.

 

Bild/Foto von Gerhard Thielke
Bild/Foto von Gerhard Thielke

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